Basketball Unterbezirk Ostfriesland
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Saisonvorgaben

 

Saisonvorgaben Saison 2017/2018

Die NBV-Schiedsrichterkommission, sowie die Weser-Ems Schiedsrichterwarte erwarten einheitliche Vorgehensweisen von allen Schiedsrichtern, damit deren Entscheidungen vor, während und nach dem Spiel für die Teams sowohl vorhersehbar, wie auch nachvollziehbar sind. Die nachstehenden Vorgaben wurden für den Spielbetrieb in allen NBV-Ligen entwickelt und verbindlich festgelegt. Bei den in diesem Papier aufgeführten Kriterien für Entscheidungen handelt es sich um Festlegungen. Alle Schiedsrichter sind nachdrücklich angehalten, diese Kriterien einzuhalten und auf individuelle Vorgehensweisen zu verzichten.

1 Ballvortrag

1. Bei der Beurteilung der Aktionen zwischen Angreifer und Verteidiger beim Ballvortrag sind die Kriterien der Legalen Verteidigungsposition sowie das Vorteil-/Nachteil-Prinzip anzuwenden.

2. Nicht dauerhafte Kontakte des Verteidigers gegen den Angreifer (und umgekehrt), die vom jeweils anderen Spieler offensichtlich akzeptiert werden, sind Bestandteil des Spiels und führen weder zu ermahnenden Zurufen noch zu Foulentscheidungen. Dauerhafte Kontakte („Touching“, „Handchecking“), typischerweise eher vom Verteidiger als vom Angreifer ausgeübt, sind überwiegend mit einem Nachteil verbunden. Hier ist auf Foul zu entscheiden. Ein ermahnender Zuruf (z.B. „Hände weg“) reicht in den Fällen aus, in denen (noch) kein Nachteil entstanden ist.

3. Nimmt ein Verteidiger eine legale Verteidigungsposition ein und hält er sie danach durch erlaubte Bewegungen (u.a. seitwärts/rückwärts) aufrecht, so gibt es keinen Grund für eine Foulentscheidung gegen ihn.

4. Hält der Verteidiger eine legale Verteidigungsposition ein und verdrängt ihn der Angreifer mit Arm- und/oder Körpereinsatz aus dieser Position, so ist auf Foul durch den Angreifer zu entscheiden.

5. Liegt eine illegale Verteidigungsposition vor und entsteht daraus ein Nachteil für den Angreifer, so ist auf Foul gegen den Verteidiger zu entscheiden. Ein Nachteil liegt nicht erst dann vor, wenn der Ballführer den Ball aufgrund des Kontaktes verliert, sondern z.B. auch dann, wenn der zügige Ballvortrag durch die illegale Bedrängnis eingeschränkt wird oder wenn die möglichen Bewegungsrichtungen des Ballführenden behindert werden.

2 Wurfaktionen

1. Das Vorteil-/Nachteil-Prinzip ist bei Würfen nur in sehr engen Grenzen anzuwenden. (Würden die Spielregeln die Anwendung des Vorteil-/Nachteil-Prinzips bei Wurfaktionen vorsehen, so wäre die Bonusfreiwurf-Regel nicht in den Regeln enthalten.)

2. Bei Kontakten gegen den Werfer ist nur dann ausnahmsweise nicht auf Foul zu entscheiden, wenn der Kontakt offensichtlich unbedeutend für den Wurf ist.

3. Tolerierbare Kontakte gegen Werfer geschehen eher in korbnahen Situationen und zwischen Centern als im Distanzwurfbereich. Je weiter der Werfer vom Korb entfernt ist, umso weniger kann ein Kontakt toleriert werden.

4. Geht bei Wurfaktionen und/oder bei Bewegungen zum Korb der Kontakt vom Angreifer aus, so darf der legal stehende bzw. sich legal bewegende Verteidiger nicht zu Unrecht bestraft werden.

Situation 1: Der Verteidiger steht gerade, seine Arme sind nach oben gerichtet. Der Angreifer sucht den Kontakt (z.B. durch leichtes Nachvornespringen) à No Call.

Situation 2: Wie vor, allerdings kann der Verteidiger seine regelgerechte Position durch den vom Angreifer verursachten Kontakt nicht aufrecht erhalten (z.B. bewirkt ein Kontakt gegen den Körper des Verteidigers häufig eine Knickbewegung des Körpers, so dass die Verteidigerarme nicht mehr gerade nach oben zeigen à No Call oder Offensiv-Foul (je nach Intensität des Kontakts).


3 Beobachtung der ballfernen Seite / Laufende Blöcke

1. Der dafür zuständige Schiedsrichter hat die Aktionen auf der Weaksite konsequent zu beobachten. Das moderne Basketballspiel beinhaltet viele Aktionen auf der ballfernen Seite. Dort entstehende Kontaktsituationen müssen genauso beobachtet werden wie Aktionen in Ballnähe.

2. Illegale Sperren (z.B. solche, bei sich der Sperrende bewegt) müssen erkannt und als Foul der Mannschaft in Ballkontrolle geahndet werden.

3. (Anfänglich) unsauberes Spiel kann (letztlich) zu überhartem Spiel führen. Auch hier gilt: Relativ harmlos aussehende, kleinere Kontakte können einen großen Einfluss auf das Spiel ausüben und/oder Auslöser für heftige Reaktionen sein.


4 Verlassen des Mannschaftsbankbereiches (MBB) durch Trainer

1. Die Schiedsrichter haben zu beurteilen, ob mit dem Verlassen des MBB eine Störung des Spiels verbunden ist. Das Verlassen des MBB während des laufenden Spiels stellt eher eine Störung dar als das Verlassen des MBB, während das Spiel gestoppt ist.

2. Auf eine einmalige, nicht störende Aktion muss nicht reagiert werden.

3. Auf eine störende Aktion muss mindestens mit einer Ermahnung reagiert werden.

4. Bei einer Störung in der Form Trainer läuft auf das Feld (ein wenig oder ein wenig mehr) während das Spiel läuft ist sofort auf technisches Foul zu entscheiden.

5. Auch hier gilt: Die Schiedsrichter sollen mit dem mildest möglichen Mittel reagieren, das für eine Nichtwiederholung der Störung sorgt.


5 Unsportliche Fouls:
Kriterien, Vorgaben

1. An den Kriterien für die Entscheidung auf unsportliches Foul hat sich in den letzten Jahren nichts geändert. Problematisch ist nicht die Regel sondern die uneinheitliche Umsetzung der Regel durch die verschiedenen Schiedsrichter.

2. Eine basketballtypische Aktion (= Handlung in Übereinstimmung mit Geist und Sinn der Regeln) ist regelmäßig kein unsportliches Foul, wohingegen eine basketballuntypische Aktion regelmäßig ein unsportliches Foul ist (zumeist: a) überharte Aktion; b) Fouls am Gegenspieler ohne den Versuch einer legalen Verteidigung).

3. Da die Abgrenzung zwischen persönlichem Foul und unsportlichem Foul auf allen Ebenen (FIBA, DBB, LV) insbesondere bei (oft taktischen) Fouls in Fast-Break-Situationen ein Problem darstellt, hat die FIBA zur Klarstellung in Art. 36.1.4 das Beispiel eingefügt, dass Fouls bei Schnellangriffen zwingend als unsportliches Foul zu ahnden sind, wenn a) der Angreifer einen freien Weg zum Korb hat und b) der Verteidiger ein Foul von hinten oder von der Seite begeht.
Situation: Nach einem Ballverlust kommt es während der Transitionphase zu einem (für sich betrachtet kleinem) Foul der neuen Verteidiger am Ballführer (ohne den Ball zu spielen) um einen Schnellangriff zu stoppen. à Unsportliches Foul. Zur Erinnerung: In Art. 36.1.4 heißt es abschließend:
unternimmt jedoch ein Spieler einen legitimen Versuch, den Ball zu spielen, und begeht dabei ein Foul, ist dies kein unsportliches Foul. Dieser Grundsatz darf von den Schiedsrichtern nie außer Acht gelassen werden.

4. Besonderen Schutz hat ein Spieler, der sich in der Luft befindet. Wird ein Kontakt in der Luft als rücksichtslos bewertet, ist ein solches Foul IMMER als unsportliches Foul zu pfeifen. Der Schutz der Spieler vor Verletzungen hat oberste Priorität!

6 Stop-the-Clock

1. Grundsätzlich ist das Stoppen der Spieluhr als spieltaktisches Element zulässig und gehört somit zum normalen Spiel dazu!

2. Eine Absicht zum Begehen von taktischen Fouls ist dem verursachenden Team zwar zu unterstellen, aber nicht im Sinne von daraus zwangsläufig entstehenden „automatischen unsportlichen Fouls“!

3. Die Schiedsrichter müssen jedoch sofort pfeifen, um eine Eskalation der Foulsituation zu verhindern („Was muss ich denn noch tun, damit du pfeifst?“)! Die SR dürfen das Spiel bzw. die Spielsituation im Sinne von Vorteil-Nachteil für das führende Team nicht interpretieren! (Gemeint ist die Nichtanwendung der Vorteil-Nachteil-Regel!)

4. Wir lassen die Spieler an der Freiwurflinie das Spiel entscheiden, wenn diese den Wunsch haben, es so zu tun.

Als unsportliche Fouls in den letzten Spielminuten werden geahndet:

1. Fouls am Spieler ohne Ballbesitz bei Stop-the-Clock-Aktionen (Uhr läuft) und

2. Bei Fouls während stehender Spieluhr sind durch die SR strengste Maßstäbe anzulegen.
Es ist immer auf unsportliches Foul zu entscheiden, wenn keine eindeutig basketballspezifischen Aktionen (z.B. Block, Stealversuch, Kampf um einen freien Ball in der Luft nach Einwurf etc.) erkennbar sind. Auf unsportliches Foul ist immer zu entscheiden, wenn ein Spieler einen Gegenspieler festhält, schlägt oder stößt.
Ansonsten sind für unsportliche Fouls die gleichen Kriterien anzuwenden, die für das gesamte Spiel Gültigkeit haben!

7 SR-Technik

1. Der Schiedsrichter, der auf Foul entscheidet, wird immer zum folgenden Schiedsrichter.

2. Entscheiden beide Schiedsrichter auf Foul, so wird der Schiedsrichter, der das Foul zum Tisch signalisiert, zum folgenden Schiedsrichter.


8 Drei-Sekunden-Interpretation

Eine 3-Sekunden Regelübertretung sollte nicht gepfiffen werden, wenn der betreffende Spieler nicht ins Spiel eingreift. Erst, wenn er einen Verteidiger bindet bzw. aktiv am Spiel teilnimmt, muss der Pfiff sofort kommen.

9 Unerwünschtes Verhalten / Störendes Verhalten

a) Äußerungen und/oder Gesten, die eine direkte Beleidigung (z.B. „Du Arschloch“, „Wichser“, „Schlampe“, „gestreckter Mittelfinger“) eines anderen Spielbeteiligten (Schiedsrichter, Kampfrichter, Trainer, Spieler) darstellen, führen sofort zu einem disqualifizierenden Foul.

b) Äußerungen und/oder Gesten, die einen anderen Spielbeteiligten oder dessen Entscheidungen herabwürdigen (z.B. „Du hast keine Ahnung, „Scheiß Pfiff“) oder die aufzeigen, dass getroffene Entscheidungen nicht akzeptiert werden („Abwinken als Zeichen von Nichtakzeptanz“, „Aufwiegeln des Publikums durch Gesten“, „lautes, provokatives Loslachen“) führen sofort zu einem technischen Foul.

c) Ebenfalls mit technischem Foul wird sofort bestraft, wer den Ball wegkickt oder wer gegen Wechselkästen, Papierkörbe, Flaschen etc. tritt. Dabei ist zu beachten, ob sich die Aktion gegen den Schiedsrichter, gegen sich selbst oder gegen seine Mannschaftskollegen richtet (Fingerspitzengefühl).

d) Die zwischen Trainern, Spielern und Schiedsrichtern notwendige Kommunikation (z.B. ehrliches Fragen bei Unklarheiten [umfasst nicht rhetorische Fragen und Fragen, die ein in Frageform formuliertes Statement darstellen]) muss in angemessener, ruhiger Form stattfinden. Das Anschreien von Schiedsrichtern und Kampfrichtern ist nicht zu tolerieren und führt sofort zu einem technischen Foul.

e) Es ist zu ermahnen und im Wiederholungsfall mit einem technischen Foul zu bestrafen, wenn Spieler und/oder Trainer durch ihr Verhalten das Spiel stören bzw. durch ihr Verhalten den Schiedsrichter vom Spiel ablenken. Zu dieser Fallgruppe gehören Situationen wie „ständiges Nörgeln“, „Kritisieren/Bewerten von Entscheidungen“, „Einfordern von Entscheidungen“, „Schauspielerei“, und alle weiteren Aktionen, die zu einer erheblichen Störung des Spiels führen würden, wenn man sie nicht unterbindet.

f) Die Schiedsrichter sollen auf auftretende Störungen so reagieren, dass die Wiederholung der Störung mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen ist. Sie sollen mit dem mildest möglichen Mittel reagieren, dass geeignet ist, das Ziel zu erreichen.

Bei allen Aktionen sollte auch berücksichtigt werden, ob diese aus Frust über die eigene Leistung oder aus Bosheit gegen die Schiedsrichter ausgeführt wird. Im ersteren Fall sollte eine deutliche Ermahnung ausreichen (Fingerspitzengefühl).

10 Zuschauer

Der Heimverein ist für das Verhalten der Zuschauer verantwortlich. Nach Aufforderung durch die Schiedsrichter ist er verpflichtet, die Ordnung in der Halle aufrecht zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Dieses gilt insbesondere für folgende Szenarien:

- Zuschauer betreten den Platz
- Zuschauer äußern sich rassistisch gegenüber Spielbeteiligten
- Zuschauer beleidigen Spielpartner, was über das normale Anfeuern hinausgeht.
- Sonstiges Verhalten von Zuschauern, was nach Meinung des Schiedsrichters das Spiel in seiner Durchführung gefährdet.

Ist ein Heimverein nicht in der Lage, die Ordnung wiederherzustellen, so ist das Spiel abzubrechen und ein Sonderbericht an den Staffelleiter zu senden.


11 Trikots in der Hose

Das Trikot ist in der Hose zu tragen. Hierauf haben die Schiedsrichter insbesondere bei jedem Viertelbeginn, nach Auszeiten und bei einzuwechselnden Spielern zu achten. Zuletzt wurde vermehrt beobachtet, dass Spieler zwar zunächst der SR-Aufforderung nachkommen, dann allerdings das Trikot sofort wieder aus der Hose ziehen, nachdem die Spieluhr wieder gestartet wurde. Der Spieler ist bei der nächsten Unterbrechung zu ermahnen. Er erhält im Wiederholungsfall ein technisches Foul.


12 Schmuck / Unterzieh-Shirts

Jede Art von Körperschmuck (Pearcing, Ohrringe, Gummibänder, Ketten, Ringe etc.) ist nicht erlaubt. Sie müssen entweder entfernt oder ausreichend abgetapet werden. Ist dieses beides nicht möglich, so darf der Spieler nicht am Spiel teilnehmen. Sichtbare Unterzieh-Shirts sind ab dieser Saison komplett verboten. Auch ein Attest ändert daran nichts. Diese sind vor Spielbeginn auszuziehen.


13 Spielerwechsel / Auszeit

Spielerwechsel sind beim Anschreiber vom einzuwechselnden Spieler anzumelden, Auszeiten vom Kapitän oder vom Trainer/Co-Trainer. Spielerwechsel/Auszeiten werden nur nach Tischsignal durchgeführt (Ausnahme: Kampfrichterfehler). Das Tischsignal darf nur ertönen, wenn sich der einzuwechselnde Spieler nah dem Anschreibetisch (auf oder vor dem Wechselkasten/-stuhl) aufhält. Einzuwechselnde Spieler treten nur am Anschreibetisch, nur nach Meldung beim Anschreiber und nur nach Aufforderung durch einen Schiedsrichter in das Spiel ein. Ein direktes Einwechseln vom Bankbereich auf das Spielfeld ist nicht zulässig.


14 Zusammenarbeit mit dem Kampfgericht

Das Kampfgericht ist von den Schiedsrichtern gegen verbale Attacken von Spielbeteiligten zu schützen. Dabei sind die gleichen Maßstäbe anzulegen, wie bei den Schiedsrichtern selbst.
Die Schiedsrichter haben aber ferner die Aufgabe, darauf zu achten, dass die Kampfrichter ihre Aufgaben gewissenhaft wahrnehmen und ihrerseits in angemessenem, freundlichem Ton mit den Trainern und Spielern kommunizieren und berechtigte Auskünfte an die Trainer erteilen.
Ferner haben Kampfrichter in keinem Fall das Recht, Trainer und Spieler zu maßregeln. Gibt es Konflikte, sind diese über die Schiedsrichter zu regeln.


15 Musikeinspielungen / Gebrauch von elektronischen Beschallungsanlagen

Um den ordnungsgemäßen Ablauf eines Basketballspiels zu gewährleisten, werden die folgenden Grundsätze festgelegt:

a) Musikeinspielungen und Gebrauch einer elektronischen Beschallungsanlage (auch Megaphone) dürfen nicht dazu genutzt werden, die Gastmannschaft oder die Schiedsrichter lächerlich zu machen oder zu beleidigen. In diesem Fall sind die SR angewiesen, das Gerät entfernen zu lassen.

b) Musikinstrumente (z.B. Trommeln) dürfen während eines Spiels gespielt werden. Sie sind erlaubt an den Seiten hinter den Endlinien und auf der Seite, die gegenüber dem Anschreibetisch und den Mannschaftsbankbereichen liegt.


Administrationsvorgaben für Schiedsrichter und Vereine

1 Passkontrolle

Die Schiedsrichter müssen vor Spielbeginn alle Pässe kontrollieren. Dabei ist darauf zu achten, dass Bild, Stempel und Unterschrift auf dem Pass sind. Alle Spieler, die Jahrgang 1998 und jünger sind, haben einen orange farbigen Pass. Alle anderen Pässe müssen weiß sein. Verstöße sind alle zwingend zu notieren.

Bei fehlendem Pass oder Passfoto muss ein Personalausweis vorgelegt werden, es sei denn der Spieler ist der gegnerischen Mannschaft oder den SR persönlich bekannt. Die Personalausweisnummer und das Geburtsdatum muss auf der Rückseite des SBB vermerkt werden.

Beispiel: Spieler Müller, M., TuS Weener, ohne Teilnehmerausweis. Identität durch Personalausweis 1234567890 nachgewiesen.

Danach muss der 1. Schiedsrichter den geschriebenen Vermerk unterschreiben.


2 Kampfgerichte

Für die Zeitnehmer bzw. 24-Sekunden Zeitnehmer besteht 10 Minuten vor Spielbeginn Präsenzpflicht am Kampfrichtertisch. Der Anschreiber hat so rechtzeitig seine Arbeit aufzunehmen, dass der komplett ausgefüllte Spielberichtsbogen (SBB) spätestens 20 Minuten vor Spielbeginn vorliegt.

-> Ist der SBB nicht 20 Minuten vor Spielbeginn ausgefüllt, so ist dies von den Schiedsrichtern zu vermerken.
-> Es ist anzugeben, ob Heim oder Gast (Nichtvorlage Teamliste oder selbstständiges Eintragen, zu späte Ankunft in der Halle etc.) für die Verzögerung verantwortlich sind.

Folgende Dinge müssen zwingend am Kampfgerichtstisch / in der Halle vorhanden sein und vor Spielbeginn vom 1. Schiedsrichter überprüft worden sein:

- Spielberichtsblock
- Spieluhr
- 24-Sekunden-Uhr
- Mannschaftsfoul-Anzeiger
- Einwurfanzeiger
- Anzeiger für Persönliche Fouls (1-4 schwarz, 5 in rot)
- Mindestens 3 verschiedenfarbige Kugelschreiber
- Anzeigetafel (manuell oder elektronisch)

Wird der Anschreibebogen schon vor Spielbeginn falsch ausgefüllt (keine Großbuchstaben, Namen falsch eingetragen etc.), so sind die Schiedsrichter angewiesen, diesen neu schreiben zu lassen und dieses auf der Rückseite mit kurzer Begründung zu vermerken.

Handlungsanweisungen bei Verstößen gegen die Ausrüstung und die Vorgaben:

Die Heimmannschaft ist dafür verantwortlich, dass die Kampfrichtertätigkeiten wahrgenommen werden. Ist das Kampfgericht nicht qualifiziert, so muss es zwingend ausgewechselt werden. Ist es nicht möglich, bei Auswechslung eines oder mehreren Kampfrichtern qualifizierte Ersatzlösungen zu bekommen, so ist das Spiel mit dem entsprechenden Vermerk auf der Rückseite abzubrechen. Es wird auch kein Spiel mit nur 2 Kampfrichtern angepfiffen, da dieses ein Protestgrund für eine Mannschaft ist (auch nicht im Jugendbereich!). Spieler und Trainer dürfen NICHT als Kampfgericht arbeiten (Im Notfall dürfen sie einspringen, sind aber dann vom SBB zu streichen und dürfen auf keinen Fall mehr Trainer- oder Spielertätigkeiten ausüben, auch nicht in Auszeiten etc.).


3 Alkoholverbot

Im Bereich der Mannschaftsbänke und des Kampfrichtertisches gilt ein strenges Alkoholverbot. Verstöße haben das Auswechseln des Kampfgerichtes, bzw. den Verweis aus dem Mannschaftsbankbereich zur Folge. Im Wiederholungsfall wird das Spiel abgebrochen. Offensichtlich alkoholisierte Spieler, Trainer, Kampfrichter etc. dürfen am Spiel ausdrücklich nicht teilnehmen. Hier müssen die Sportler geschützt werden. Sollten Schiedsrichter alkoholisiert in die Halle kommen, so sind die Mannschaften angehalten, nicht anzutreten. Die Kosten für den Spielausfall trägt der Verein des Schiedsrichters. Bei derartigen Vorkommnissen ist ein Bericht an den Schiedsrichter-Wart zu verfassen, auch wenn das Spiel stattfinden sollte.


4 Disqualifikationen

Grundsätzliches:
Ein Mannschaftsteilnehmer wurde disqualifiziert. Er muss den Innenraum der Halle verlassen, auch bei einer Spieldisqualifikation. In einem Disqualifikations-Falle muss unbedingt der zuständige Schiedsrichter-Wart und der Staffelleiter von den Schiedsrichtern angerufen werden. Vorkommnisse nach Spielende sind in einem Sonderbericht dem Staffelleiter zu schildern. Diese dürfen nicht auf dem SBB protokolliert werden.

Vorgehen:
Auf der Rückseite folgt ein kurzer Vermerk, zum Beispiel:
Spieler Nummer 8, Meyer, H. (TV Meppen), wurde in der 25. Spielminute beim Stand von 60:63 disqualifiziert. Bericht folgt.
Mehr muss auf die Rückseite des SBB nicht drauf. Wichtig ist, dass die Disqualifikation beim entsprechenden Spieler auf der Vorderseite mit einem hochgestellten D und dahinter einem großen D gekennzeichnet wird.

Nach Disqualifikationen oder sonstigen Verstößen gegen die Sportdisziplin sendet bitte am folgenden Tag einen Bericht an den Staffelleiter mit Kopie für den Schiedsrichterwart. Der Bericht muss eine detaillierte Schilderung des Geschehensablaufes enthalten, die dem Staffelleiter die Schwere der Schuld deutlich macht. Beleidigungen, Drohungen u.ä. sind unbedingt im Wortlaut anzugeben. Ist dieser nicht vollständig erinnerlich, ist dieses anzumerken. Bei strittigen Situationen ist eine Angabe weiterer Zeugen (SR-Kollege etc.) sinnvoll. Die „detaillierte Schilderung“ bezieht sich auf die Disqualifikation und ihre Umstände; auf keinen Fall soll hier eine „Generalabrechnung“ mit dem betroffenen Verein und anderen möglichen Missständen erfolgen. Am besten, ihr setzt Euch vorher mit dem Staffelleiter oder dem Schiedsrichterwart in Verbindung, die können Euch beraten.

Anmerkung: Die automatische Disqualifikation eines Trainers nach dem zweitem bzw. dritten technischen Foul oder eines Spielers nach einem zweiten Technischen oder unsportlichen Foul stellt keinen Verstoß gegen die Sportdisziplin im Sinne der Spielordnung dar. Solange Ihr ein T-Foul anzeigt und auf dem SBB ein „C“ oder „B“ steht (beim Spieler nach dem 2. unsportlichen Foul „SD“), wird daher kein Bericht benötigt. Der Trainer bzw. Spieler hat natürlich trotzdem die Halle zu verlassen. Pfeift Ihr die Disqualifikation jedoch mit dem Handzeichen für ein D-Foul und lasst ein „D“ auf dem Spielberichtsbogen eintragen, löst dieses die Berichtspflicht aus.


5 Vorgehen bei Protesten

Proteste können nur vor Spielbeginn, in den Pausen zwischen den Spielvierteln oder vor den Verlängerungen, in Auszeiten, nach Spielende (jedoch vor Unterschrift der SR auf dem SBB) eingelegt werden. Es ist jeweils die erste Möglichkeit zu nutzen. Anderenfalls ist der Protest unzulässig. Einzig und allein Trainer, sowie Kapitän einer Mannschaft sind protestberechtigt.

Die Proteste sind dann von Euch auf der SBB-Rückseite zu protokollieren; hierzu gehören: Name der protestierenden Mannschaft, Zeitpunkt des Protestes, Kurzfassung des Protestgrundes ohne detaillierte Begründung. Das „Protestfeld“ auf der SBB-Vorderseite ist von der protestierenden Mannschaft möglichst sofort abzuzeichnen. Sollte der Sachverhalt, der zum Protest führte, nicht eindeutig sein, so notiert bitte alle bekannten Einzelheiten und gebt an, welche Punkte strittig und welche unstrittig sind. Bitte beachtet, dass jeder Protest notiert werden muss.


6 Aufbau der Halle:

- Bänke mindestens 4 Meter weit weg vom Kampfgericht und 2 Meter Abstand zum Feld (wo möglich)
- Kampfrichter-Tisch 2 Meter Abstand zum Feld und an der Mittellinie (wo möglich)
- Wechselstühle (mindestens einer auf jeder Seite).


7 Schiedsrichtervorgaben

- SR sind spätestens 20 Minuten vor Spielbeginn umgezogen beim Kampfgericht
- SR tragen ein offizielles Schiedsrichterhemd und eine lange, dunkle Sporthose (Verstöße werden dieses Jahr konsequent mit 10,00 Euro Strafe belegt!).


8 Zeitvorgaben

1. Eine Auszeit kann nicht verkürzt werden, sondern dauert in jedem Fall 1 Minute.
2. Die Halbzeitpause dauert 15 Minuten, es sei denn alle Spielpartner (Heimverein, Gastverein und Schiedsrichter) sind mit einer Verkürzung einverstanden. Sollten Pausen willkürlich verkürzt werden, ist das ein Protestgrund und das Spiel wird ggf. kostenpflichtig wiederholt.